



















In der Fotoserie „Kindheitsträume“ richtet Jan Niklas Buri seinen Blick auf Orte, die für viele Heranwachsende mit Freiheit, Abenteuer und Sehnsucht verbunden sind: Jahrmärkte, Freizeitparks, Fahrgeschäfte, Spielplätze und sommerliche Vergnügungsorte. Die analogen Fotografien erzeugen dabei eine eigentümliche Ambivalenz. Was aus der Perspektive der Kindheit als magisch und grenzenlos erscheint, wirkt im Rückblick zugleich künstlich, vergänglich und ernüchternd.
Die charakteristische Farbpalette der analogen Bildsprache verstärkt den Eindruck einer Erinnerung zwischen Traum und Wirklichkeit. Zwischen leuchtenden Farben, nächtlichen Lichtstimmungen und beiläufigen Momenten entsteht ein Bild von Sehnsuchtsorten der Kindheit, deren Versprechen nicht ganz eingelöst werden. Jan Niklas Buri hinterfragt dabei nicht nur die Sehnsuchtsorte seiner eigenen Kindheit, sondern auch eine Freizeit- und Erlebniswelt, in der Glück, Freiheit und Abenteuer konsumierbar und inszenierbar werden.
„Kindheitsträume“ wird so zu einer poetisch-kritischen Auseinandersetzung mit dem Erwachsenwerden – und mit der Frage, was von unseren Kindheitsträumen bleibt, wenn wir beginnen, sie mit den Augen eines Erwachsenen zu betrachten.
